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16.06.2012 - Exkusion 2012

In diesem Jahr hatte mal wieder Lexi die Organisation unserer jährlichen Exkursion in die Hand genommen und den 16. Juni als Termin auserkoren. Das einzige, worum ich mich zu kümmern hätte, wäre das Wetter. Dazu kommen wir gleich noch.

In aller Frühe erreichten doch fast alle pünktlich halb elf den vereinbarten Treffpunkt an der Heerstraße. Mike übernahm die ortskundige Führung und lotste uns zu einer Picknickbank. Schließlich wollten wir uns ja zunächst stärken, bevor wir uns dann auf die Suche nach Spinnen begeben. Interessanterweise überspannte eine Folie diese Bank; dies sollte sich noch als glückliche Fügung herausstellen.

Auch die Bank wurde gleich mal nach den achtbeinigen Krabblern abgesucht. In einer Ecke unter dem Foliendach spannte sich ein schönes großes Netz auf. Darin eine winzige, aber augenscheinlich recht größenwahnsinnige Kugelspinne. Die Größenrelation Spinne/Netz war mehr als übertrieben; der BMI der Spinne ließ allerdings darauf schließen, dass die schon lange nicht mehr Hunger leiden musste. Hunger schienen andere zu leiden, vierbeinige Waldbesucher. Inzwischen hatten wir die mitgebrachten Köstlichkeiten, bestehend aus Salaten und diversen Sorten Würstchen auf dem Tisch ausgebreitet. Leute, die Spinnen suchen, sind in dem Wald wahrscheinlich recht selten, Spaziergänger mit Hunden allerdings an der Tagesordnung. Deren bekanntlich extrem feiner Geruchssinn (also, der der Hunde) führte sie direkt zu unserem Tisch. Hier drängten wir uns inzwischen gemütlich drunter, es hatte angefangen zu regnen. Dazu dann im Minutentakt noch schön nasse „Teppichbefeuchter“. Die meisten der Vierbeiner ließen sich von Herrchen oder Frauchen allerdings schnell überzeugen, dass bei uns nichts zu holen ist. Die Ausnahme machte eine Promenadenmischung mit extrem kurzen Beinen, die wie vom Teufel besessen um unseren Tisch rannte, wieder zum rufenden Frauchen und wieder zurück zu uns. Dies wiederholte sich mehrmals, auch wenn Frauchen schon wieder außer Sichtweite war. Wenigstens konnten wir sie noch verzweifelt nach dem kleinen Scheißer rufen hören.

Ach, dann war da noch eine ältere Dame mit einem auch schon leicht ergrauten Golden Retriever. Dieser hatte keine Lust, auch nur im Ansatz auf Frauchen zu hören. Na ja, wir unterhielten uns eine Weile mit Frauchen und irgendwann zog sie dann mit dem Hund von dannen. Inklusive eines halben Würstchens, welches ich geopfert hatte. Hatte ich schon erwähnt, dass es regnete? Ich glaube ja; was ich organisiere, mache ich richtig. Somit verweilten wir recht lange unter der Überdachung der Picknickbank. Das vom Auto hingetragene Bier ging zwar langsam zur Neige, aber dank des Regens mussten wir noch ein wenig warten. So hatte es wahrscheinlich auch Frauchen von eben nicht vermutet, als sie noch einmal in der Nähe auftauchte. Der Hund jedenfalls erinnerte sich sofort an die Leckerei von eben. Frauchen, nun schon leicht verzweifelt, erklärte uns nun, dies hier sei ein Hundeauslaufgebiet. Sie meinte, und das war der Spruch des Tages: Hier müssten Würstchen verboten werden. Zugegeben, dies wäre eine Möglichkeit. Allerdings hatten wir die Würstchen inzwischen aufgegessen; andererseits könnte man seinen Hund ja auch mal erziehen. Nur so als Denkanstoß…

Irgendwann ließ der Regen dann doch nach und wir zogen dann doch noch los, Spinnen zu suchen. Viele entdeckten wir nicht, die Tierchen sind eben auch wasserscheu. Wir beobachteten dann noch das Treiben rund um im Wald aufgestellter Bienenstöcke. Faszinierend; bis Mike, der mit seinem Makroobjektiv dem Bienenstock doch etwas zu nahe kam eine Biene (bzw. genauer, deren Stachel) an bzw. in der Backe hatte.



Wir flüchteten direkt in eine Hundemeute, die dann ähnlich hektisch wie die Bienen reagierte. „Freundlich“ wurden wir aufgefordert, einen anderen Weg zu nehmen, da man hier mit den Hunden übe. Löbliches Vorhaben, dennoch kam ich aufgrund des an den Tag gelegten Tones zu dem Schluss, dass nicht, wie oft vermutet, Spinnenhalter komische Leute sind. Hundehalter sind doch auch zum Teil ein sehr spezielles „Völkchen“.


Wir machten dann noch einen Abstecher zu einem nahe gelegenen Feuchtgebiet, wo wir extra angesiedelte Wasserbüffel bewundern durften. Was es nicht so alles gibt in dieser Stadt.

Zusammenfassend sahen wir wenig Spinnen, viel mehr Hunde und noch mehr Bienen. Ein Höhepunkt war ein Ameisenlöwe, den ich so auch noch nicht in der freien Natur gesehen habe. Spaß hat es, auch wenn es nur wenig Spinnen zu sehen gab, aber wie immer gemacht.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Schmidt / Fotos Mike Reuter

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